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Glossar

OCT (optische Kohärenztomographie)

ein Fotographisches Verfahren basierend auf einer Technik ähnlich dem Ultraschall aber im Gegensatz zu diesem werden statt Schallwellen Lichtwellen verwendet, womit eine massive Verbesserung der Bildauflösung ermöglicht wird. Mit dem OCT kann man die zentralen Netzhaut = Makula darstellen und ihre Dicke messen.

Anophthalmus

Hauttumor, der von den basalen Hautschichten ausgeht und als semimaligne bezeichnet, da er zwar wie ein bösartiger (maligner) Tumor das umliegende Gewebe zerstört (und sogar Knochen auflösen kann), aber in der Regel keine Metastasen bildet.

Asthenopie

belastungsabhängige Sehstörungen Kopfzwangshaltung: abnorme Kopfhaltung, die eingenommen wird um Doppelbilder zu vermeiden oder um eine bessere Sehschärfe zu erreichen.

Augenmuskelparese

Augenmuskellähmung

Basedow'sche Krankheit (Morbus Basedow)

eine entzündliche Erkrankung der Schilddrüse, die häufig auch mit entzündlichen Veränderungen im Augenbereich (Weichteile der Augenhöhle) einhergeht.

Bestrahlung

Es gibt unterschiedliche Formen der Strahlentherapie am Auge. Grundsätzlich ist das Ziel den Tumor zu zerstören und in Narbengewebe zu verwandeln und gleichzeitig das Auge und möglichst viel Sehvermögen zu erhalten. Abhängig von Lage und von Größe des Tumors kann unter Umständen im Anschluss daran auch eine operative Entfernung des Tumors notwendig sein. Die Möglichkeit eines Erhaltes der Sehfähigkeit bzw. den Erhalt des Auges hängt jedoch sehr von der Größe und der Lage des Tumors ab.

Blepharoplastik

operatives Verfahren zur Entfernung von überschüssigem Gewebe (Haut, Muskulatur, Fettgewebe) im Bereich der Augenlider

Chalazion

(Hagelkorn) ein meist schmerzloser entzündlicher Knoten im Bereich des Augenlides

Chorioretinopathia centralis serosa

eine Erkrankung der Netzhaut, bei der Flüssigkeit aus der Aderhaut (die Schicht , die unter der Netzhaut liegt) unter die Netzhaut tritt. Dadurch kommt es zu einer schwellungsbedingten umschriebenen Ablösung der Netzhaut, die zu einer Sehverschlechterung führt. In den meisten Fällen kommt es zu einer spontanen Heilung innerhalb von 2 Monaten.

Dermatochalasis

(Schlupflid) Überdehnung der Lidhaut

Ektropion

Fehlstellung, bei der das Augenlid nach außen gekehrt ist

Elektrophysiologie

Mittels Elektrophysiologie kann die Funktion der Netzhaut und des Sehnerven untersucht werden, indem die elektrischen Impulse, die unsere Nervenzellen zur Übertragung von Signalen verwenden, gemessen werden. Diese Verfahren basiert auf denselben Grundlagen wie das EKG, das zur Überprüfung der Funktion des Herzens herangezogen wird.

Endokrine Orbitopathie

chronisch-entzündliche Erkrankung der Weichteile der Augenhöhle. Tritt fast immer im Zusammenhang mit einer Funktionsstörung der Schilddrüse auf.

Entropion

Fehlstellung, bei der das Augenlid nach innen gestülpt ist

epiretinale Gliose (=Cellophanmakula und Macular pucker)

im Bereich der Macula, das ist der Bereich der Netzhautmitte, der für das Scharfsehen verantwortlich ist , bildet sich eine dünne und durchsichtige Membran. Schreitet die Erkrankung fort, so kommt es zu einer Verdickung und Schrumpfung der Membran, was zu einer starken Sehverschlechterung führt und zusätzlich Metamorphopsien (Verzerrtsehen) hervorrufen kann. Die behandlung besteht in einer operativen Entfernung der Membran im Rahmen einer Vitrektomie.

Fazialisparese

Lähmung des Gesichtsnerven (7. Gehirnnerv). Die Folge ist eine Störung der Mimik und ein inkompletter Lidschluss auf der betroffenen Seite.

Fluoreszenzangiographie

Kontrastmitteldarstellung der Netzhautgefäße zur erweiterten Diagnose bei verschiedenen Makulaerkrankungen, die zu Veränderungen der Arterien und Venen der Netzhaut führen.

GDX

Die GDx Scanning Laser Polarimetrie-Technologie (SLP) des GDxVCC liefert genaue Informationen über die Nervenschichtdicke der Netzhaut. Die Nervenschichtdicke kann bei unbehandeltem Glaukom abnehmen und zu Ausfällen im Gesichtsfeld führen.

Glaukom

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Verlust von Nervenfasern, was am Sehnervenkopf (Papille) bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) sichtbar wird. Als Folge entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome) und im Extremfall eine Erblindung des Auges. Als wichtigster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen

Goldimplantat

Goldplättchen mit einem Gewicht von 1-2 Gramm, das bei einem inkompletten Lidschluss operativ in das Oberlid eingesetzt wird, um den Lidschluss zu verbessern.

Hämangiom

Das Hämangiom (Blutschwämmchen) ist eine gutartige Wucherung von Blutgefäßen und kommt ebenfalls z.B. an Bindehaut und Netzhaut vor. Wenn es keine Beschwerden macht (als Zufallsbefund) benötigt es keiner speziellen Behandlung, andernfalls ist ebenfalls eine individuelle Therapie zur Verhinderung eines Funktionsverlustes (z.B. Sehverschlechterung) zu erwägen.

Hordeolum

(Gerstenkorn) Eine schmerzhafte eitrige Entzündung einer Liddrüse.

HRT

Die Heidelberger Retina-Tomographie (HRT) ist ein Laser-gestütztes, bildgebendes Untersuchungsverfahren der Netzhaut. Es dient unter anderem der Glaukom-Früherkennung.

Juvenile Netzhautdystrophien

eine Gruppe von erblichen Erkrankungen, die zu einem fortschreitenden Verlust der Sinneszellen der Natzhaut führen

Katarakt=grauer Star

alle Formen einer Linsentrübung, cataracta,lat. welche vom griechischen καταρράκτης (altgriechische Aussprache katarráktēs), "herabstürzend", καταρράττειν, katarrháttein "herabstürzen", entlehnt wurde.

Kongenitale Cataract

angeborene Trübung der Augenlinse

Kongenitales Glaukom

angeborener grüner Star

Laserbehandlung

siehe Laserstherapie

Lasertherapie

Der Laser ist Lichtstrahlung von einer speziellen Wellenlänge und in der Regel hoher Energie. Der Laserstrahl wird durch die Pupille auf das Gewebe gelenkt, welches behandelt werden soll. In der Regel entsteht durch geeignete Energieeinstellungen und kurzer Expositionsdauer des Lasers eine Koagulation, bei niedrigeren Energien und längerer Expositionsdauer kann eine Überwärmung (Hyperthermie, oder Thermotherapie) des Gewebes beabsichtigt werden. Man kann auch mit Hilfe von durch Laser aktivierten Substanzen (Photosensitiser) eine Photodynamische Therapie erzeugen. Durch die unterschiedlichen Lasereinstellungen und Behandlungsmethoden können entweder Vernarbung oder Schrumpfung vom behandelten Gewebe erfolgen.

Lidretraktion

Fehlstellung, bei der das Oberlid zu hoch und/oder das Unterlid zu tief steht.

Melanom

Das Melanom ist ein bösartiger Tumor von Pigmentzellen (Melanozyten) und kann wie der Naevus an vielen Stellen des Auges, wie z.B. der Bindehaut oder Aderhaut (so wie der Naevus) vorkommen. Das Melanom bedarf einer sehr individuellen Behandlung abhängig von seiner Lage und Größe. Eine fachübergreifende Betreuung und Therapie ist unumgänglich, weil es als bösartige Erkrankung auch in der Umgebung des Auges bzw. im ganzen Körper Absiedelungen (Metastasen=Tochtergeschwülste) bilden kann.

Metastasen

Metastasen sind Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren an anderen Stellen des Körpers. Sie können sich z.B. an der Aderhaut absiedeln (damit also am Augenhintergrund sichtbar). In seltenen Fällen führt solch eine Absiedelung sogar zur Feststellung der bösartigen Muttergeschwulst.

Metastasen

Metastasen sind Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren an anderen Stellen des Körpers. Sie können sich z.B. an der Aderhaut absiedeln (damit also am Augenhintergrund sichtbar). In seltenen Fällen führt solch eine Absiedelung sogar zur Feststellung der bösartigen Muttergeschwulst.

Myasthenie

eine Erkrankung, bei der die Signalübertragung vom Nerven auf den Muskel gestört ist. Die außeren Augenmuskeln sind bei der Myasthenie häufig betroffen.

Naevus

umgangssprachlich: Muttermal

Nystagmus

(Augezittern)Rhythmische, sich wiederholende Augenbewegungen, die angeboren oder erworben sein können und zu einer verminderten Sehschärfe oder zur Wahrnehmung von Scheinbewegungen führen.

Orbita

die knöcherne Augenhöhle

Orbitabodenfraktur

Bruch des knöchernen Bodens der Augenhöhle

Orbitaimplantat

Implantat aus Biokeramik oder Kunststoff, das nach opertiver Entfernung des Augapfels als Platzhalter in die Augenhöhle eingesetzt wird

Pachymetrie

Ein Pachymeter (manchmal auch Pachometer genannt) ist ein Messgerät zur Messung der Hornhautdicke am menschlichen Auge. Die gemessene Hornhautdicke ist relevant zur Korrektur des durch Tonometrie bestimmten Augeninnendruckes, da der Messwert bei allen gebräuchlichen Verfahren von der Hornhautdicke abhängig ist.

Papillom

gutartiger, warzenartig aufgebauter Tumor der Haut oder der Schleimhaut

Perimetrie

Als Perimetrie bezeichnet man in der Augenheilkunde die systematische Vermessung des Gesichtsfeldes.Ziel der Untersuchung ist es einerseits, die äußeren und inneren Grenzen des Gesichtsfelds zu bestimmen, und andererseits, die Empfindlichkeit des Sehsystems im wahrgenommenen Raum zu bestimmen.

Periorbita

der Bereich, der an die Augenhöhle angrenzt

Photodynamische Therapie (PDT)

eine besondere Form der Laserbehandlung, die bei bestimmten Netzhauterkrankungen eingesetzt wird. Durch den Laser wird ein lichtsensibilisierendes Medikament, das sich nach intravenöser Gabe in den erkrankten Netzhautregionen angereichert hat, aktiviert und in der Folge eine Verödungsreaktion ausgelöst mit der die erkrankten Gefäße der Netzhaut verschlossen werden. Damit keine Schädigungen dadurch auftreten müssen spezielle "Sonnenbrillen" getragen werden und die Patienten müssen sich in geschlossenen Räumen aufhalten.

Plattenepithelkarzinom

bösartiger Tumor der Haut

Ptosis

Fehlstellung, bei der das Oberlid zu tief steht

Regenbogenhautentzündung

Eine Regenbogenhautnetzündung (Uveitis ) ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea), die aus der Aderhaut (Choroidea), dem Strahlenkörper (Corpus ciliare) und der Regenbogenhaut (Iris) besteht. Der Glasörper kann auch beteiligt sein.

Retinoblastom

Das Retinoblastom ist der häufigste bösartige Augentumor im Kindesalter und entsteht durch entartete Nervenzellen der Netzhaut. Auffällig ist diese Erkrankung oft durch das weißliche Aufleuchten der Pupille beim Kleinkind (=Leukokorie). Da diese Erkrankung beide Augen bzw. auch das Gehirn betreffen kann, ist eine frühe Ersterkennung sowie eine fachübergreifende Betreuung sowohl für den Erhalt des Augenlichtes als auch für das Leben des Kindes von besonderer Bedeutung.

Retinopathie der Frühgeborenen

Netzhauterkrankung der Frühgeborenen

Syndrome mit Tumorbildung

Es gibt einzelne spezielle Erbkrankheiten (Phakomatosen, z.B. Neurofibromatose Recklinghausen, von Hippel Lindau Syndrom, M. Bourneville-Pringle, u.a.), die mit einer verstärkten Neubildung von Tumoren im ganzen Körper und damit auch am Auge einhergehen können. Der Verlauf solcher Veränderungen bzw. gegebenenfalls die Therapie derselben soll sowohl Funktionsseinschränkungen als auch die kosmetische Beeinträchtigung des betroffenen Auges möglichst gering halten.

Tonometrie

Mit Tonometrie wird die Messung des Augeninnendrucks bezeichnet, dessen Erhöhung in der Regel ein wichtiges, jedoch nicht das einzige Zeichen für einen Grünen Star (Glaukom) darstellt

Uveitis

Eine Uveitis (Regenbogenhautnetzündung) ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea), die aus der Aderhaut (Choroidea), dem Strahlenkörper (Corpus ciliare) und der Regenbogenhaut (Iris) besteht. Der Glasörper kann auch beteiligt sein.

Vasoproliferativer Tumor

Gutartiger Tumor der aus dem Gefäßsystem der Netzhaut entsteht und zum Wachstum neigt. In diesem Falle kann es durch Flüssigkeitsausschwemmung aus den betroffenen Gefäßen zu Symptomen kommen. Am häufigsten wird eine Sehverschlechterung wahrgenommen. Auch in diesen Fällen ist eine individuelle Therapie angezeigt, eventuell auch in Verbindung mit einem chirurgischen Eingriff.

Vereisung (Fachbegriff: Kryotherapie):

Bei dieser Behandlung wird das Gewebe mit einer Kältesonde, die mit flüssigem Stickstoff gekühlt wird, durchgefroren. Diese Methode führt ähnlich wie die Lasertherapie zu eine Koagulation und somit Vernarbung von Gewebe.

Vitrektomie

Überbegriff für jede Form der Operation, die im Bereich des hinteren Augenabschnitts durchgeführt werden, in dem sich der Glaskörper und die Netzhaut befinden

Xanthelasma

gelbliche, plateauartige Einlagerung in die Lidhaut, häufig im Zusammenhang mit Fettstoffwechselstörungen

Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie